Freitag, 2. April 2010
- Info -
In Ermangelung an funktionierender alten Emailadresse und somit verschwundenem Adressbuch, sowie verhindertem Zugriff auf den internen Speicher des Telefons, hier für jene, die nicht wissen, wo sie suchen sollen...

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Mittwoch, 8. Juli 2009
Guten Tag...
.. lieber Äther, da bin ich wieder - was hab ich Dich vermisst.
All das tägliche Gedankengeschwurbel, das ich nicht kompensatorisch in Vokabeln pressen konnte, all die kleinen, harmlos unbeeindruckenden Lebensstationen, die nun allzu schnell schon wieder in Vergessenheit gerieten, weil man sie nicht umgehend festnageln konnte, all die stillen Nichtleser, die weiterhin (sicher in schierer Verzweifelung) "anamcara blogger" bei Google eingeben, um dann vor einer roten Mauer zu stehen. Wer kann da schon nein sagen, der kein Herz aus Stein hat...

Janine lässt einfach das Bloggen nicht..

Als seichten Einstieg zum Üben gibt´s erst mal was auf die Ohren - einfach weil´s so schön ist.



(toll, man kann mittlerweile sogar die Farbe für´s Einbetten ändern - heute mal in saftigem grün)

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Mittwoch, 17. Dezember 2008
Symposia Diabolica..


Nachdem ich bereits einige Zeit bei dem einschlägigen Video-Broadcast herumlungere und die Zeit mit dem Genuß von akustischen Wohlklängen verbringe, welche ich zu geizig bin, mein eigen nennen zu wollen, bringt mich die Gestaltung des Bilderteppichs zum spektralen Schall immer mehr ins Grübeln.

Es liegt nahe, dass sich Menschen mit düsterem Schlag, welcher sich vor allem auch in der Musik bemerkbar macht, von Düsterkeit angezogen fühlen - der wohlbekannte Nebel, Winter, Vollmondnächte, Kerzenschein und sonstige Stereotypien, von denen ich mich in keinster Weise freisprechen kann ( - und auch gar nicht will).
So ist es auch verständlich, dass die visuelle Beilage eines Musikvideos aus ebensolchen Bildschnipseln besteht, seien sie starr oder bewegt. Vor allem die bewegten, sprich die Videosequenzen zeigen überwiegend drei Filme - Bramstoker´s Dracula, The Crow oder irgendwas mit Johnny Depp.
Filme, die offensichlich nicht nur von mir für Meisterwerke gehalten werden, wenn es um das Vermitteln von schwarzromantischen, verzaubert-sinnlichen Gefühlen geht, die eine tief sitzende Sehnsucht wecken.

Gary Oldman erscheint mir in anderen Filmen als schmalbrüstiges Männlein mit hamsterähnlichen Zügen, der es in keiner Szene vermag, mir auch nur einen Funken Sympathie abzuzapfen - aber als Dracula...?
Der Blick, mit dem er seine Wilhelmina ansieht, zu keiner Bewegung mehr fähig, das Verschlagen der Sprache vor ihrer Anmut, seine Magie, mit der er flüstert "see me.... see me now...", diese bedingungslose Liebe, die ihn töten lässt und für die er zu sterben bereit ist, die er in den Mittelpunkt seines ganzen Lebens stellt und sogar darüber hinaus, die sinnliche Gefahr, die trotz allem von ihm ausgeht - wahrscheinlich kann fast jede Frau nachvollziehen, warum Mina lieber den erotisch-gruseligen Vlad wollte, als den eintönig grauen Keanu Reeves mit Stock im Arsch - und erst recht jede Frau, deren Lieblingsfarben sich im Bereich hellschwarz und dunkelschwarz befinden.
Bei Brandon Lee als Krähe sind die Gründe eigentlich identisch - wobei hier noch hinzukommt, dass er mit seinem geschminkten Gothicoutfit um einiges heißer aussieht.

Ich frage mich bloß, woher kommt diese Sehnsucht nach einem solchen Typus? Warum sind Frauen von Männern, mit denen es zwangsläufig kein Happy End geben kann, derart fasziniert? Ein Erbe der Romantik-Epoche - gedrängt von der Hoffnung, dass es die Liebe über alles andere hinaus geben kann, dass Widrigkeiten durch dieses Gefühl bezwungen werden - sogar der Tod? Manipuliert von Film und Fernsehen - Steven Spielberg oder Francis Ford Coppola - oder Walt Disney? Bei "gewöhnlichen" Frauen ist es Brad Pitt, der auf seinem Pferd das Herz von Julia Ormond in kleine Stücke reißt - bei uns ist es Johnny Depp, der Helena Bonham Carter in den Ofen wirft, weil sie seine Frau verraten hat. Gothics (zu denen ich nicht gehöre) und andere Gestalten (zu denen aber schon) glauben ganz gerne, sie würden sich irgendwie von "der Masse abheben", besonders individuell sein und der Inhalt ihres Kopfes wäre überwiegend auch selbst dort produziert worden. Jedoch sind auch sie genauso vom Mythos Märchenprinz verzehrt, wie alle anderen auch - bloß das der ihre dunkle Augenringe und lange Haare hat.

Der Mensch ist manipulierbar, schon immer gewesen - natürlich regt ein geheimnissvoller Blick aus dunklen Augen, in denen sich Unaussprechliches widerspiegelt, begleitet von sphärischen Tönen und epischen Gesängen finnischer Sopranistinnen, eher das geistige Kino an, als der Abendbrottisch bei Familie V., bei dem der Eine partout nicht essen will, die Andere sich den Frischkäse lieber in die Haare schmiert und die Dritte lieber in der Zeit Pippi Langstrumpf gucken wollen würde und schmollt.
Dieser Blick, über Mettwurst und Margarine geworfen, begleitet von völlig unsphärischem Radiogedudel und dem Geschrei unserer Laien-Sänger, verheißt keine verbrennende Glut an Leidenschaft, Begierde und Liebe bis in alle Zeit, sondern schlichtweg: "Erschieß mich bitte!"
Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn man sich zu leicht einfangen lässt, abgetaucht und weggeweht in die Welten von Vorstellung und Utopie, - allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es solche sind..

Der zweite Gedanke ist mit Sicherheit "So ein verklärter Quatsch - denk an die hohe Sterblichkeitsrate, an die Wölfe, die Kälte, die Tatsache, dass man mit 30 vom Wetter so gegerbt und von der Arbeit derart gebeutelt ist, dass man mit Sicherheit nicht mehr aussieht, wie eine Elfe aus Avalon´s Nebel, bzw. von vornherein nicht so aussah, weil das Tragen von herrlichen dunkelroten Samtroben mit Sicherheit nicht dem Wald- und Wiesenhexen vorbehalten war, dass die Gefahr, dass man vergewaltigt, geköpft oder verbrannt wurde, deutlich höher ist, als heutzutage und nicht zu letzt, dass auch damals die Männer keine ästhetisch-fiktiven, kohleverzierten Wunschgestalten von kindischen Spinnis gewesen sind
- aber der erste Gedanke ist, dass es wirklich schade ist, dass der heutige Mann seine Zeit damit verbringt, zur Arbeit zu fahren, rumzusitzen oder Fernseh zu gucken, statt Drachen und Bösewichter niederzumetzeln, um seiner einzig geliebten Frau das Leben zu retten oder für sie zu sterben.

Ich glaub, dann gäbe es auch nur halb so viele Scheidungen...

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Dienstag, 16. Dezember 2008
Impressionen aus dem Küchenfenster..


Ein bisschen Magie gefällig? Gestern vormittag kam plötzlich der Nebel des Grauens - oder besser gesagt der Nebel des Staunens. Ist es nicht wunderschön?
Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum der Winter so ein schlechtes Image hat - ich finde ihn wundervoll.
Und die Tatsache täglich und mehrfach voll bepackt die 60 knarzigen Stufen rauf und runter zu laufen, erscheint nun mehr auch gerechtfertigt.

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